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Reaktivierung einer Bahnlinie

Menschentraube um den staedtischen Planer vor der Ausstellungswand mit Plaenen.
Die Gelegenheit zum Gespräch wurde sehr gern angenommen.

Von Münster bis Beckum gab es einst eine Verbindung mit dem Zug. Die Strecke der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) wurde ab den Siebzigerjahren dann nur noch für den Gütertransport genutzt.

Seit gut einem Jahrzehnt ist die Reaktivierung der Strecke für den Personenverkehr im Gespräch. Der zuständige Zweckverband NWL nahm die Reaktivierung – zunächst zwischen Münster und Sendenhorst – im Jahr 2011 in seinen Nahverkehrsplan auf. Die Stadt Münster fasste 2012 einen Grundsatzbeschluss, dieses Projekt zu unterstützen. Sie sieht in dem Projekt eine gute Lösung für die Pendlerbewegungen (Webseite der WLE). Die Trasse wird in den Siedlungen, die sie in Münster tangiert, jedoch auch sehr kontrovers diskutiert. Eine Bürgerintiative gegen die Reaktivierung hat viele kritische Einwände (Webseite der BI).

Ein strittiger Punkt ist die Anpassung des Busliniennetzes in dem Süd-Ost-Korridor von Münster. Die Stadt hat ein Konzept dazu vorgelegt, das in einer Bürgerinformationsveranstaltung sehr intensiv diskutiert wurde (Web-Seite der Stadt). Zudem war auch der Betreiber der Schienen-Infrastruktur zugegen, der im Herbst des Jahres seine Planung vorlegen will.

Meine Aufgabe war es, die strittigen Fragen im Vorfeld der Veranstaltung zu sammeln und zu strukturieren. Wegen der hohen Komplexität war eine klare Trennung zwischen den einzelnen Planungsebenen (städtische Nahverkehrsplanung, regionale Nahverkehrsplanung und Finanzierung durch das Land NRW, sowie dem Planfeststellungsverfahren, das noch bevorsteht) herzustellen. Nur die Nahverkehrsplanung der Stadt sollte diskutiert werden. In der Veranstaltung sollten zudem Befürworter und Gegner Gelegenheit haben, ihre Argumente vorzutragen. Vor, während und nach der Veranstaltung standen die Planer(innen) im Informationsmarkt zum Gespräch zur Verfügung. Trotz der sehr kontroversen Vorstellungen ist die Diskussion im Plenum und an den Dialogboards recht verbindlich abgelaufen. Es wurden viele Fragen, Anregungen und Statements gesammelt und dokumentiert. Mit der Dokumentation, die ich fertigte, legten die Planer(innen) auch ihre Antworten auf die 136 Fragen vor (Web-Seite der Stadt).

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