Überspringen zu Hauptinhalt
+49-(0)231-9122136

Bunker-Konversion Lousberg

Drei Personen vor einem Plan der neuen Bebaung.
Begegnung unter Nachbarn – Investor und Anlieger im Gespräch.

Ein Bunker aus dem zweiten Weltkrieg ist in Aachen zum Streitgegenstand geworden. Die Einen, die Lousberghöfe GmbH, wollen den Bunker abreißen und hochwertige Wohnungen schaffen, die Anderen wollen den Bunker erhalten wissen. Zwei Hauptmotive sind hier zu erkennen: Der Erhalt eines wichtigen Zeugnisses des Weltkriegsendes (siehe Petition bei change.org) und die Sorge vor den Risiken des Bunkerabrisses für die Häuser in der Nachbarschaft am Hang (Bericht AZ 06.06.2013). Dazu kommen die Belastungen der Abriß- und Bauphase, zusätzliche Stellplatznachfrage, eine größere Baudichte und Geschossigkeit im Vergleich zum Bunker.

Meine Aufgabe war, das Gespräch zwischen Nachbarn zu ermöglichen und einen friedlichen Verlauf zu gewährleisten. Eine Chance auf eine Einigung bestand nicht. Es ging darum, sich zu begegnen, die Standpunkte zu formulieren und Ansichten auszutauschen. Bei aller Unterschiedlichkeit in der Sache, so die Vereinbarung, sollte die Auseinandersetzung fair geführt werden. Das gelang aufgrund der Kooperation aller Beteiligter gut (Bericht AN 09.2013). Eine wichtige Einsicht war, dass der Investor das Grundstück vom Bund unter der Voraussetzung gekauft hat, dass der Bunker nicht unter Denkmalschutz steht. Das nachträglich zu ändern, wäre für die öffentliche Hand eine teure Entscheidung.

Der Schritt, der nach dieser Begegnung folgte, ist die Bereitstellung aller Gutachten, die erforderlich sind, damit die Abrissgenehmigung erteilt werden kann. Der Investor sagte zu, dass diese öffentlich einsehbar sein werden. Die mündlichen Zwischenberichte der Gutachter sind während der Veranstaltung auf das Gründlichste hinterfragt worden.

An den Anfang scrollen