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Aachen-Campus-West

Diskussion über das städtebauliche Konzept
Ein Planer im Gespräch mit Bürgern über das städtebauliche Konzept des Campus-West.

Die RWTH Aachen plant und betreibt eine erhebliche Erweiterung ihrer geschäftlichen Aktivitäten durch Ansiedlung von Unternehmen, die in Kooperation mit der Hochschule in Forschungs-Clustern Forschung und Entwicklung betreiben. Der Bebauungsplan für den Campus Melaten wurde 2010 beschlossen. Für den Campus-West wurde in 2011 ein Vorentwurf zur Diskussion gestellt.

Ansicht des städtebaulichen Konzeptes für den Campus-West in Aachen.
Städtebauliches Konzept des Düsseldorfer Büros RKW für den Campus-West in Aachen.

Der Campus-West soll auf einem alten Güterbahnhof entstehen, der in unmittelbarer Nähe des Campus Mitte und nahe der Innenstadt von Aachen liegt. Hier sollen rund 5.000 neue Arbeitsplätze entstehen und werden vermutlich mehr als eine Milliarde € in die Gebäude und die Infrastruktur investiert. Mit dem Haltepunkt Aachen-West hat der Standort einen unmittelbaren Anschluss an den Regionalverkehr und er liegt günstig zum Schnellstraßenring um Aachen. Unmittelbar umliegend sind Wohngebiete, ein großer Festplatz, Gewerbe- und Industriestandorte, die als Potenziale und als Restriktionen Beachtung finden müssen. Das planende Büro ist RKW aus Düsseldorf, die verkehrsplanerischen Beiträge liefert das Büro BSV aus Aachen.

Die Politik wünschte ein moderiertes Verfahren und eine umfassende Bürgerbeteiligung, nachdem im Verfahren für den Campus Melaten in der Kommunikation Schwierigkeiten aufgetreten waren. Hier beim Campus-West wählten wir ein gestuftes Vorgehen. Zunächst führten wir eine Folge von Werkstätten durch, in denen wir klärten, welche Vorschläge und welche Alternativen die Hochschule, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes und die Stadt in den kritischen Fragen des Verkehrs und der Hochhausbebauung gemeinsam in die öffentliche Debatte einbringen wollten. Anschließend wurde die unmittelbare Nachbarschaft in den Dialog mit einbezogen. Den Abschluss fand dieses moderierte Verfahren zunächst mit der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit zum Bebauungsplan 923, die mit einer Ausstellung, einer Information im Internet und einer großen Versammlung im SuperC, einem zentralen Gebäude der RWTH Aachen, gestaltet wurde. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, auch das Feedback zu dem Verfahren war sehr gut. Die Planer(innen) werteten das Bürgerfeedback zum Vorentwurf aus und der Planungsausschuss der Stadt beschloss daraufhin einzelne Planänderungen, die im Entwurf des Bebauuungsplanes Niederschlag finden werden.

Eine ausführlichere Darstellung des Verfahrens findet sich im Heft 156/157 Planung | Beteiligung | Medien der Zeitschrift RaumPlanung.


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